Die Stimmung am frühen Morgen in Mergozzo war schon besonders. Für viele von uns war es schliesslich das erste Mal, dass wir gezielt auf Schwarzbarsch fischten. Exemplare bis zu 3 Kilogramm sind im smaragdgrünen Juwel Lago die Mergozzo möglich und entsprechend gross waren natürlich auch unsere Erwartungen. Kaum hatten wir bei Marchino Maffioli unsere vier Boote gefasst, verteilten wir uns auf dem See, respektive an dessen Ufer. Unser Guide Ricci Gerber empfahl uns, möglichst nahe am Ufer fischen, weil die Barsche dort unter Ästen und bei versunkenen Bäumen auf ihre Nahrung lauern. So war es wenig verwunderlich, dass die meisten von uns mehr Hänger als Bisse hatten. Dennoch konnten wir einige kleinere Schwarzbarsche und einen Sonnenbarsch von fast 200 Gramm überlisten. Obwohl manche von uns gerne noch etwas länger gefischt hätten, mussten wir gegen 3 Uhr nachmittags den See im wahrsten Sinne des Wortes blitzartig verlassen. Ein Gewitter und ein kräftiger Sturm zogen auf und machten das Fliegenfischen mit unseren «Carbon-Blitzableitern» ziemlich ungemütlich. Zum Glück dauerte der Spuk nur eine halbe Stunde, so dass wir die Sonne am See und die tolle Kameradschaft doch noch mit Bier und Pizza geniessen konnten. Eines wurde uns dabei klar: Mergozzo wir kommen wieder!
Text: Stefan Wenger
Fotos: Ricci Gerber, Jan Erik Rau, Stefan Wenger









































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